Der Umgang mit der körperlichen Sexualität von Kindern ist ein zentraler und wichtiger Baustein der kindlichen Entwicklung. Er berührt viele Lebensbereiche und erfordert eine verantwortungsvolle Begleitung.

Die Sexualerziehung in unserer Einrichtung nimmt keine Sonderstellung ein. Sie ist fester Bestandteil der Sozialerziehung und Persönlichkeitsbildung und gehört zu unserem Bildungsauftrag.

 

Die kindliche Neugier, der Aufbau vertrauensvoller Bindungen, die Vermittlung einer angemessenen Sprache, die Weitergabe von Werten und sozialen Normen und die Akzeptanz von Grenzen und Intimität sind die Bausteine unserer Sexualerziehung.

 

Eltern sollten dabei nach wie vor die wichtigsten Wegbegleiter der Kinder im Umgang mit der Sexualität sein. Sie sollten ihren Kindern altersentsprechende positive und sachkundige Botschaften und Erklärungen geben.

 

 

Unsere Ziele:

 

  • Wahrnehmung des eigenen Körpers
  • Unterschiede zwischen Mädchen/Junge und Frau/Mann erfahren
  • Kinder in der Wahrnehmung ihrer Gefühle annehmen und ihnen helfen diese zu benennen  und auszudrücken
  • Unterstützen eines liebevollen Umgangs miteinander in einer angemessenen Sprache und Ausdrucksform
  • Kindern einen partnerschaftlichen und gleichberechtigten Umgang miteinander vermitteln
  • Kinder entwickeln Gespür für die eigene Schamgrenze, indem sie  gesellschaftliche Normen erkennen, respektieren und akzeptieren.
  • Kinder sollen lernen zu unterscheiden was „gute und schlechte Gefühle“ sind
  • Das eigene „Ich“ des Kindes stärken damit es den Mut aufbringen kann „nein“ zu sagen

 

Umsetzung im pädagogischen Alltag der Kita:

 

  • Die Bereitschaft der Erzieher Fragen ernst zu nehmen und wahrheitsgemäß und kindgerecht entsprechend zu beantworten
  • Mit den Kindern  offen über das Thema sprechen unter Berücksichtigung der eigenen Persönlichkeit
  • Situationsbedingt oder durch gezielte Angebote den Kindern die Möglichkeit geben sich mit Fragen auseinander zusetzen z.B. wie funktioniert mein Körper; wo komme ich her…
  • Kinder äußern ihre Bedürfnisse spontan, unbefangen und voller Neugier. Sie sind sich der Tabus und Schamgrenzen der erwachsenen Welt nicht bewusst Situationsbedingt handeln wir, erklären, begleiten und setzen wenn nötig Grenzen
  • Präventionsregeln den Kindern verständlich machen und danach handeln.

 Mein Körper gehört mir; es gibt schöne, unangenehme und komische Berührungen; ich darf „Nein“ sagen; es gibt gute und schlechte Geheimnisse; Ich darf mit anderen darüber sprechen, auch wenn es mir ausdrücklich verboten wurde

 

Zur Unterstützung unserer Arbeit nutzen wir Materialien vom Deutschen Kinderschutzbund und zur Gesundheitlichen Aufklärung „Entdecken, Schauen, Fühlen“ vom Ministerium für Familien. Eltern  können Unterlagen einsehen und ausleihen.

 

Sexualerziehung hilft Schritt für Schritt ein gutes Körpergefühl und Respekt vor dem eigenen Körper aufzubauen. Sie soll bei Mädchen wie bei Jungen, zu positiven Gefühlen verhelfen, so dass aus Individuen Partner werden, die sich im Leben schätzen und respektieren.

Auch die Prävention vor Missbrauch jeglicher Art werden wir bei der Sexualerziehung nie aus den Augen verlieren. Kinder die gelernt haben zu unterscheiden, was gut ist und was schlecht für den eigenen Körper ist, was mir gefällt und was nicht, diese Kinder können den Mut aufbringen Nein zu sagen.

Auffällige Beobachtungen nehmen wir ernst, wenden uns an Eltern und/oder andere Institutionen und wünschen uns eine gute Zusammenarbeit  immer zum Wohle des Kindes.

 

Unser Team ist geschult zum Thema: Prävention vor Missbrauch und Kindeswohlgefährdung.